Warum Dich positives Denken alleine nicht weiter bringt

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Wohin man hört oder schaut – überall scheint es nur noch darum zu gehen, dass man einfach nur positiv denken muss, um das im Leben zu bekommen, dass man will.

Denke positiv und Dein Leben verändert sich – Denke positiv und werde reich – Denke positive und werde gesund – Denke positiv und mach Dir eine Wunschlist, um den richtigen Partner ins Leben zu ziehen usw.

Warum Dich positives Denken alleine nicht weiter bringt

Natürlich ist eine positive Grundhaltung enorm wichtig, um glücklich und gesund zu sein. Allerdings gibt es Phasen im Leben, wo es uns nicht gut geht oder wir sogar in einer richtigen Krise stecken und positives Denken alleine einfach nicht ausreicht bzw. und dazu verleitet, dass vieles einfach verdrängt wird.

Als mir nach einigen schweren Lebenskrisen bewusst wurde, dass ICH mich verändern muss, damit sich mein Leben verändert, habe ich unzählige Seminare besucht und Bücher gelesen. Vor allem in den Büchern ging es auch schon zu dieser Zeit immer wieder darum „denke positiv und alles wird gut“- immer wieder hörte oder las ich „Du musst Dich selbst lieben, damit sich etwas verändert.

Ich arbeitete mit Affirmationen, sagte mir ständig, wie sehr ich mich doch liebe, dass ich reich und schön bin und noch vieles mehr. Eine zeitlang half mir das auch etwas, aber selbst nach Monaten hatte sich in meinem Leben nicht wirklich viel verändert. Ich hatte u. a. immer noch viel zu wenig Geld, fand mich noch immer viel zu dick und fiel in gewissen Situationen immer wieder in die gleichen Verhaltensmuster zurück.

Je mehr ich mich von meinen Ängsten und schlechten Gefühlen ablenkte, umso stärker zeigten sie sich und umso mehr hatte ich das Gefühl, dass hinter mir ständig jemand steht der mir ins Ohr haucht „verarsch Dich ruhig weiter“.

Erst als ich intensiv begann, mich mit der Psyche des Menschen, dem Unterbewusstsein und den Zusammenhängen im Leben zu beschäftigen erkannte ich, dass ich an die Ursache gehen muss, wenn ich dauerhaft etwas verändern möchte. Ich musste herausfinden, warum ich so wenig Selbstwertgefühl hatte und woher meine Ängste und angestauten Emotionen kamen.

Wir sind geprägt durch unsere Lebenserfahrung und unser Umfeld

Wenn Du in einem Umfeld aufgewachsen bist, in dem es wenig Liebe gab, in dem Gefühle zu zeigen tabu war, wenn man Dir von Kindheit an z. B. vermittelt hat, dass Du so wie Du bist nicht in Ordnung bist oder das Du es nie zu etwas bringst, wenn Geldmangel in Deinem Elternhaus immer ein Thema war, wenn Du schmerzhafte Erfahrungen in Deinem Leben gemacht hast, die nicht verarbeitet wurden, dann ist das tief in Deinem Unterbewusstsein und in Deinem Körper abgespeichert. Wenn Du diese Ursachen nicht erkennst, dann kannst Du Dir noch so lange einreden, dass alles gut ist, dass Du reich, schön und erfolgreich bist oder Du Dir Deinen Traumpartner einfach nur auf einer Wunschliste zusammenbasteln musst, damit Du ihn anziehst – Dein „Inneres“ wird Dir im „Außen“ ständig spiegeln, dass dies nicht der Fall ist 😉

Aus eigener Erfahrung weiß ich:

Egal, was Du Dir an Positivem einredest – wenn Du es IN DIR nicht fühlen kannst, wird sich auf Dauer nichts verändern!

Wenn du unglücklich bist, weil Du z. B. ständig finanzielle Sorgen hast, weil Du permanent Menschen in Dein Leben ziehst, die Dich respektlos behandeln, wenn Du beruflich einfach nicht weiter kommst oder Du krank bist – dann gibt es dafür eine Ursache, die angeschaut werden möchte.

Meiner Ansicht nach besteht die Gefahr beim permanenten positiven Denken darin, dass wir uns Situationen, die unbedingt angeschaut und verändert werden wollen, einfach nur schön reden. Das hilft in manchen Situationen vielleicht auch eine zeitlang, aber wir unterdrücken weiterhin die Wut, die Angst, die Trauer und die Agression, die in uns ist, schon so lange unterdrückt wurde und endlich gesehen werden möchte. Und je mehr bzw. länger wir unterdrücken – umso deutlicher und stärker zeigt es sich.

Was kannst Du tun, wenn Du feststellst, dass Dich positives Denken alleine nicht weiterbringt?

Sobald Du ehrlich Dir gegenüber bist und BEWUSST dazu stehst, dass Du ein Problem hast und es nicht mehr verdrängst, gehst Du schon einen großen Schritt in Richtung Heilung.

Deine jetzige Situation ist das Ergebnis Deiner Gedanken und Gefühle aus Deiner Vergangenheit.

Schau BEWUSST hin, wie sie entstanden ist. Wenn Du die Ursache alleine nicht erkennen kannst, dann scheue Dich nicht Dir dabei helfen zu lassen!

Fühlst Du Dich z. B. klein, wertlos, hilflos und ungeliebt? Dann finde die Ursache, für diese Gefühle. Warum fühlst Du Dich so? Wie denkst Du über Dich – und warum denkst Du so über Dich?

Ziehst du ständig Menschen in Dein Leben, die sich nicht wirklich für Dich und Deine Gefühle interessieren, die Dich respektlos und lieblos behandeln? Dann schau ehrlich hin – wie behandelst Du Dich? Gehst du liebevoll mit Dir um? Sorgst Du gut für Dich? Kümmerst Du Dich um DEINE Bedürfnisse, oder machst Du es immer nur anderen Recht? Finde die Ursache, warum Du es Dir nicht wert bist, dass Du Dich um DEINE Bedürfnisse kümmerst. Was erwartest Du unbewusst von anderen, wenn Du Dich ständig um sie kümmerst?

Hast du ständig finanzielle Sorgen oder scheiterst beruflich immer wieder bzw. kommst einfach nicht voran, egal was Du tust? Überprüfe Deine Gedanken und Deine Einstellung zu Geld und schau Dir die Zusammenhänge in Deiner Familie an. Gibt es da Parallelen? Welche Glaubenssätze hast Du über Geld? Hast Du früher z. B. oft gehört, dass Geld den Charakter verdirbt oder das Geld schlecht ist?

Diese abgespeicherten „Programme“ in Dir zu erkennen und sie zu wandeln ist die Grundvorraussetzung, damit positives Denken sich wirklich dauerhaft in Deinem Leben bemerkbar macht.

Ganz wichtig ist – Lass Deine Gefühle zu und fühle ALLES!

  • Du bist traurig und Dir ist nach Weinen – DANN WEINE!
  • Wenn Du wütend bist – Dann SEI WÜTEND! (Aber lass es nicht an anderen aus 😉 )
  • Und wenn Du glücklich bist, dann genieße dieses Glück und lache so laut es geht!!!

Es ist ganz normal und menschlich, dass man sich mal in die Badewanne des Selbstmitleides legt. Aber achte darauf, dass Du nicht zu lange darin liegen bleibst – denn das bringt Dich nicht weiter 😉

Visionen, Ziele und ein positver Blick auf die Zukunft sind sehr wichtig! Wenn die Ursache für Deine Themen erkannt ist und bearbeitet wird, dann wird Dich das positive Denken auf Deinem Weg sehr gut unterstützen.

Nur was Du in Dir fühlen kannst, wird sich auch in Deinem Leben verändern.

Ein BEWUSSTES Leben lässt Dich fühlen – und hilft Dir, eine Anstauung und Unterdrückung von Gefühlen und Emotionen zu vermeiden.

Solltest Du Fragen haben oder Unterstützung brauchen, dann melde Dich sehr gerne bei mir!

Alles Liebe für Dich

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